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Zurück im Training im Schwarzwald

Meine Ferien in meiner Heimatstadt Kokkola gingen zu schnell vorbei. Ich habe die Tage mit „Nichtstun“ genossen und wurde von meiner Mutter mit gutem essen verwöhnt.
Nach 2 Wochen Pause habe ich nun das Training wieder aufgenommen und fahre mit meinem MTB durch den Schwarzwald. Ich muss sagen, dass ich meine Strassenräder im Moment nicht vermisse! Die Trails im Schwarzwald sind super und schön trocken, perfekt zu fahren!
Zudem speilt das Wetter mit, es ist richtig warm im Moment, in den nächsten Tagen soll es bis zu 40 Grad warm werden. Schauen wir mal, ich kühle mich ja nach dem Training sowieso meistens im Strandbad auf der 50m Bahn ab..

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Mein Olympia Blog

Zwischen dem 16.7.2012 und dem 13.8.2012 könnt Ihr unter www.pia-in-london.com mit in London dabei sein.

Europameisterschaft XCM

Nachdem ich mir 3 Tage land die Strecke der Europameisterschaft genau angeschaut hatte, erholte ich mich am Freitag und trainierte gar nicht. Ich machte nur die Fahrräder in der Sonne sauber und genoss das gute Wetter. Es war ja nun lang genug schlecht und regnerisch. Am Samstag inspizierte ich dann ein letztes Mal die letzten Kilometer der Strecke. Ich wollte noch mal ganz genau die Abfahrten, Kurven und Trails sehen, für den Fall, dass es zum Sprint kommen würde.
Vor 20 Jahren fuhr ich mein erstes Rennen in Tschechien, damals die U23 Europameisterschaften auf der Strasse. Ein lustiges Gefühl.
Sonntag morgen. Der Renntag. Ein Kurs, der mir sehr gut gefiel. Ein Kurs, bei dem es auch um die richtige Taktik gehen würde, lang genug ruhig zu bleiben. I fühlte mich gut, die Beine waren gut, fertig zum Kampf. Ich fuhr mich nur kurz warm, denn ich wusste von den Vorjahren, dass es ein langsamer Start werden würde, man hatte also genug Zeit im Rennen, warm zu werden.
Im ersten Teil des Rennens war ich nie in der Führung, fuhr immer an zweiter oder dritter Position. Ich hatte vorher entschieden, erst bei 15km nach vorne zu fahren und etwas Gas zu geben. Im ersten, technischen Singletrack-Anstieg. Gesagt, getan. Am Ende des Singletrails waren wir noch zu fünft in der Spitzengruppe. Es lief gut, genau, wie ich gepant hatte. Ich hielt mich in der Tempoarbeit zurück, musterte meine Konkurentinnen und überlegte, was gegen wen wohl die beste Taktik wäre. Ich merkte bald, dass es sicher schwer werden würde, Sally Bigham in den Anstiegen abzuhängen, sie war in Top Form, also musste ich mir für sie etwas anderes überlegen. Aber zuerst mussten wir die Deutschen Elisabeth Brandau und Sike Schmidt loswerden. Bei Kilometer 45 kam eine Serie von steilen, technischen Anstiegen, hier konnte ich mit Sally zusammen eine Lücke reissen. Perfekt, es lief wie geplant, jetzt konnte ich mich auf den nächsten Teil meines Plans konzentrieren. Mein Plan war ganz einfach: Ich wollte es auf einen Sprint ankommen lassen, da ich mir ziemlich sicher war, Sally da zu schlagen. Also bereitete ich mich die letzten 30km im wesentlichen auf den Sprint vor, ohne in meinen Führungen irgendwie aufs Tempo zu drücken. Ich dachte nur daran, möglichst viel Kraft zu sparen und meine Beine zu lockern. Als wir dem Ziel näher kamen, schauet ich mir noch mal die Windrichtung an. Ich sah, dass wir wahrscheinlich auf der Geraden 300m vor dem Ziel Gegenwind haben werden, und dann kurz vor dem Ziel nach ein paar Kurven Rückenwind.
Noch 5km. Ruhig bleiben, konzentriert bleiben. Wir überholten einen Männerfahrer, der 15 Minuten vor uns gestartet war. Er fuhr mit uns und ich wurde richtig wütend! Das hatte gerade noch gefehlt! Ein Männerfahrer, der sich in unseren Fight einmischt. Ich schrie ihn an er solle abhauen, was er dann auch tat und lies sich zurückfallen. 2km vor dem Ziel ging es in die letzte Singletrail Abfahrt. Ich konnte eine kleine Lücke reissen, aber Sally kam an einem kleinen Gegenanstieg zurück und überholte mich kurz vor der Spitze. Das war mir ganz recht, so fuhr sie die letzte Gerade mit Gegenwind 300m von vorne. Es kamen ein paar Kurven vor dem Ziel und vor der ersten Kurve trat ich an, fuhr in der Kurve aussen an Sally vorbei und gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab.
Heute bekam ich zum dritten Mal das Blaue Tricot mit den gelben Sternen. Dieses Mal wurde auch die Finnische Nationalhymne richtig gespielt. Ich wusste, dass der Organisator damit kein Problem haben würde, so nah an Liberec, wo viele Skilanglaufwettlkämpfe stattfinden und die Finnen traditionell erfolgreich sind.
Ich bekam auch einen netten Sachpreis, eine 4.5kg grosse Toblerome Schokolade. Die werde ich am Ende der Saison mit allen Freunden verzehren.

Oybin

Oybin ist ein nettes kleines Dorf in der Nähe von Zittau im Osten Deutschlands. Die tschechische Grenze ist nur 200m von der Ferienwohnung entfernt, die wir für die Woche gemietet haben. Am Wochenende findet ganz in der Nähe die Europameisterschaft im MTB XCM statt.
Dienstag morgen packten wir das Auto und fuhren quer durch Deutschland. Eine 800km lange Reise. Zum Glück ging alles glatt, keine grösseren Staus und gegen 15 Uhr waren wir vor Ort. Wir mussten auf den Schlüssel zur Ferienwohnung noch ein wenig warten, da die Vermieter noch bei der Arbeit waren, also gingen wir eine Runde biken. Die Rennstrecke führt nach 55km direkt durch den Ort.
Ich baute mein Rad zusammen und als ich auf die Hauptstrasse fuhr, rief auf einmal jemand meinen Namen „Pia“. Das konnte doch nicht sein? Das erste mal in einem kleinen Dorf und schon trifft man jemanden den man kennt. Es war tatsächlich Danilo Müller. Ich kannte ihn seit 2008, als ich mit Alison Sydor an der Trans Germany teilnahm. Dort startete als Training auch die deutsche Biathlon Nationalmannschaft und Danilo war damals Servicemann dort und fuhr auch mit. Heute arbeitet er als Servicemann bei Tschechischen Biathlon Team. Lustig, die Welt ist doch klein J
Wir plauderten eine Weile, erkundigten uns nach dem Weg und fuhren dann los. Es war warm, aber nach 50 Minuten fing es richtig an zu regnen. Es wurde kalt und natürlich hatte ich keine Regenjacke dabei. Echt amateurhaft!
Nach einer Weile stellten wir uns unter, fuhren dann aber doch schnell zurück zur Ferienwohnung.
Gestern fuhren wir die ersten 60km der Strecke heute folgen die letzten 20km. Mehr darüber später..

 

Trans Germany, 2. Etappe

Das war es.  Ich habe die zweite Etappe nicht beendet. Es ist nicht leicht zu erklären, wie es sich anfühlt, wenn man überhaupt keine Kraft in den Beinen hat. Irgendwann muss man es einfach akzeptieren. Ich hielt an der ersten feed zone bei Kilometer 18 an und sprach mit unseren Teambetreuern Christian und Julia. Julia sagte, ich solle weiterfahren, ich fuhr auch weiter den Berg hoch, aber ich fühlte mich schwächer und schwächer. Nach der nächsten Abfahrt gab ich auf. Traurig und ärgerlich, da ich mir einiges vorgenommen hatte für das Rennen, aber die Gesundheit geht vor.
Im Teamtruck zog ich mich um und Christian brachte mich zum Bahnhof nach Garmisch, wo ich den ersten Zug nach München nahm und von dort nach Freiburg. In ein paar Stunden bin ich zu Hause und werde mich erstmal erholen und versuchen, wieder gesund zu werden. Dann stehen neue Herausforderungen an!

Trans Germany, 1. Etappe

Ich bin kaputt. Radrennen zu fahren mit Magenproblemen ist kein Spass. Durchfall und die Beine sind einfach nur leer. Man schafft es kaum auf einen Hügel, geschweige denn einen Berg. Auf den Flachpassagen kann man die Vorderräder der Mitfahrer kaum halten. Jede kleine Erhebung im Profil verflucht man, weil die Muskeln in den Beinen einfach nicht mehr wollen. Und man muss trotzdem irgendwie versuchen, an den Mitfahrern dranzubleiben, um nicht komplett alleine zu fahren. Heute war der schlechteste Tag, den ich je in einem Rennen hatte. Ich versuche gerade, etwas Reis zu essen, habe überhaupt keinen Apetit. Ich kaue auf den Reiskörnern herum und versuche sie zu schlucken. Sch… ich muss essen, aber es geht nicht. Ich werde versuchen zu schlafen und mich zu erholen, vielleicht wache ich auf und es geht mir besser.. Positiv Denken! Also kein guter Start zu Trans Gernany, aber so ist Sport. Morgen ist ein anderer Tag!

Vorschau Trans Germany

Ich bin auf dem Weg nach Sonthofen, wo das Etappenrennen „Trans Germany” morgen gestartet wird. Sam und Paul van der Ploeg vom Felt Ötztal Team holten mich in Freiburg ab und nahmen mich mit zum Start. Es war lustig, mal wieder die neuen Stories aus der Cross Country Szene zu hören und auch ein paar Geschichten aus Australien, dem Heimatland von Paul. Die Aussies sind einfach nette Menschen. Wir hielten kurz bei Thomas Litscher zu Hause an, um seine Lizenz zu holen. Seine Mutter bot uns natürlich Kaffee und Kuchen an, wie alle guten Mütter. Mit einem Glas Rivella schmeckte es gleich noch mal besser.
4 etappen werden uns in den nächsten Tagen von Sonthofen nach Garmisch Partenkirchen bringen. Die Gegend dort ist wirklich sehr schön und ich freue mich schon auf die nächsten Tage. Einige Teile der Etappen kenne ich schon, da wir sie in den letzten Jahren schon gefahren sind. Das macht alles etwas einfacher, den man weiss in den Anstiegen und Abfahretn, was einen erwartet. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist noch ein wenig unklar. Im Moment sieht es nicht sehr stabil aus, von Sonne bis zu Regen ist alles dabei. Natürlich ist es mit Sonne besser, aber auch Regen macht mir eigentlich nichts aus. Es ist für alle gleich.
Also schaut in den nächsten Tagen hier mal wieder vorbei, ich werde jeden Tag ein paar Updates über das Renngeschehen und das Drumherum hier einstellen. Es gibt immer einiges zu berichten, da bei etappenrennen immer viel passiert..


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